Die drei geläufigsten Glasfaser-Anschlusstypen

Verfasst am 12. August 2016 von Philipp Rabus

Fibre To The Curb (FTTC) bzw. Fibre To The Node (FTTN)

Bei FTTC bzw. FTTN wird eine schnelle Glasfaserleitung zu einem Verteilerpunkt (Curb oder Node genannt) gelegt, von wo aus die Teilnehmer z.B. über Kupferleitungen angeschlossen werden. Weil die Glasfaser immer über eine Brückentechnologie wie Kupfer bis zum Teilnehmer „verlängert“ wird, spricht man von einem hybriden Anschlussnetz.

Der Curb oder Node steht an strategisch günstigen Punkten, so dass möglichst viele Teilnehmer darüber erschlossen und versorgt werden können.

Da VDSL-Anschlüsse in vielen Fällen auf diese Weise realisiert werden, hat sich der Irrtum etabliert, bei VDSL würde es sich um einen Glasfaseranschluss handeln. Tatsächlich funktioniert VDSL auf der letzten Meile über das Kupfer-Telefonnetz, nur der VDSL-Curb (Outdoor DSLAM) ist mit Glasfaser angebunden. Damit wird die Leitungslänge über Kupfer zu Vermittlungsstation weiter verkürzt und damit die Dämpfung minimiert. Mehr über Kupferleitungen finden Sie in diesem Artikel.

Auch Kabelnetzbetreiber versorgen ihre Kabelnetz-Verteiler (Node) über Glasfaser und binden Ihre Teilnehmer dann über das Fernsehkabel im Bus-Verfahren an. Mehr über Fernsehkabel-Internetanschlüsse finden Sie in diesem Artikel.

Fibre To The Basement

Wird das Gebäude per Glasfaser erschlossen, folgt die Realisierung meist per Fibre To The Basement. Die Glasfaser wird bis zum Hausanschlussraum z.B. im Keller verlegt und von dort aus über Kupfer oder Glasfaser zum Anschlusspunkt im Büro.

Ist Ihr Gebäude also bereits per Glasfaser erschlossen, ist die Anschaltung relativ kostengünstig möglich.

Fibre To The Home (FTTH)

Bei Fibre To The Home wird die Glasfaser vom Rechenzentrum bis ins Haus bzw. Büro verlegt. Es handelt sich also um eine echte durchgängige Glasfaserstrecke.

FFTH wird von verschiedenen regionalen Providern in bestimmten Ausbaugebieten angeboten oder individuell ausgebaut.