Diese 5 Aspekte müssen Sie bei der All-IP-Umstellung unbedingt beachten

Verfasst am 22. August 2016 von Philipp Rabus

Die Deutsche Telekom wird alle ISDN-Kunden spätestens bis 2018 komplett auf IP-Telefonie umgestellt haben, bei anderen Providern wie Versatel oder Vodafone ist mit ISDN spätestens 2020 bzw. 2022 Schluss. Sie spüren noch keinen Handlungsdruck? In diesem Artikel erfahren Sie, warum Sie schnellstmöglich einen Plan für Ihr Unternehmen haben sollten und vielleicht einen professionellen Berater zu Rate ziehen sollten.

1. Hardware – und damit ist nicht nur zwangsweise Ihre Telefonanlage gemeint

Bei der IP-Telefonie werden alle Telefonate in IP-Datenpakete umgewandelt. Bei reiner Sprachtelefonie fällt das eigentlich nicht auf, so dass viele ISDN-Telefonanlagen mit passenden Medienwandlern weiterhin betrieben werden können. Anders sieht es bei Modem-Verbindungen aus. Darunter fallen Faxgeräte, Alarmanlage, Notrufsysteme, EC-Cash-Terminals, ISDN-PC-Steckkarten und andere Geräte. Bei Modemverbindungen über IP können Übertragungsfehler auftreten oder gar keine Verbindung mehr zustande kommen.

2. Internetanschluss Teil 1 – Sie benötigen künftig mehr Bandbreite

Über ISDN war die Telefonie noch exklusiv: Bei IP-Anschlüssen ist die Telefonie nur noch ein Dienst über eine Internetverbindung mit dem gleichen Stellenwert wie E-Mail, Websurfen oder VPN. Pro aktiven Sprachkanal muss daher freie Bandbreite der Internetleitung zur Verfügung stehen. War die Bandbreite ohnehin schon knapp, benötigen Sie schnellstmöglich einen Plan B, um ohne Einschränkungen telefonieren zu können. Dabei werden symmetrischen Bandbreiten benötigt, d.h. in Download- und Uploadrichtung. Nicht alle Anschlüsse liefern die notwendige Bandbreite auch in Uploadrichtung.

3. Internetanschluss Teil 2 – nicht nur die Bandbreiten-Quantität entscheidet

Ihr Anschluss liefert genug Mbit/s? Beachten Sie unbedingt, dass Telefonie eine Echtzeitanwendung ist, bei der eine hohe Bandbreite alleine gar nicht so entscheidend ist. Mindestens genauso wichtig ist die Latenz der Internetverbindung: Dabei wird die Zeit gemessen, die Datenpakete benötigen, um von Ihnen zum Empfänger und in umgekehrter Richtung zurück zu Ihnen benötigen. Ist die Latenz zu hoch, ist ein normales Telefonieren nicht möglich. Entweder stimmt dann die Sprachqualität nicht (Roboterstimme) oder die Sprache ist stark verzögert.

4. Vertragslaufzeiten – auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an

Viele Unternehmen möchten im Zuge der All-IP-Umstellung ihre Telefonanlage in die Cloud bringen oder sich eine neue IP-Telefonanlage zulegen. Das kann schiefgehen, wenn die Vertragslaufzeiten beim aktuellen Telefonanbieter nicht berücksichtigt werden.

Warten Sie zu lange, kann die Cloud-Umstellung vielleicht nicht nahtlos erfolgen. Im schlimmsten Fall sind Sie dann eine Weile telefonisch nicht erreichbar.

Reagieren Sie unbedacht, kann gerade beim Verpassen einer Kündigungsfrist die Restlaufzeit beim Altanbieter über ein Jahr betragen. Ihre neu angeschafften IP-Geräte bleiben dann erst mal eine Weile ungenutzt und leiden unter dem Wertverfall.

Kündigen Sie Ihrem Festnetz-Anbieter vorsorglich selbst, kann dies enorme Probleme bei einem Wechsel bis hin zum Verlust der Telefonnummer bedeuten. Die Anbieterkündigung sollte daher immer nur der neue Anbieter mit etwas Vorlauf für Sie erledigen.

Bedenken Sie auch Leasing- und Wartungsverträge Ihrer Telefonanlage, deren Laufzeiten sich maßgeblich von denen Ihres Telefonanschlusses unterscheiden können.

5. Ihr jetziger Anbieter kann für Sie künftig völlig ungeeignet sein

All-IP ist nicht All-IP. Es gibt unzählige Konzepte, Implementierungsformen, Abrechnungsmodelle und vieles mehr. Ihr jetziger Anbieter wird Sie von ISDN irgendwann zwangsmigrieren oder kündigen müssen. Bleiben Sie bei Ihrem jetzigen Festnetzanbieter, müssen Sie unbedingt vorher einen Wettbewerbsvergleich gemacht haben: Ist die Lösung Ihres jetzigen Anbieters verglichen mit anderen für Sie überhaupt passend? Fehlen z.B. dringend benötige (ISDN-)Leistungsmerkmale oder werden zusätzliche Anschaffungen erforderlich, die woanders nicht anfallen würden?

 Die selbstverständliche Festnetztelefonie ist für viele Unternehmen gefährdet.

  1. Prüfen Sie frühzeitig, welche Geräte ggf. ausgetauscht werden müssen und beachten Sie unbedingt mögliche Wartungs- oder Leasingvertragslaufzeiten.
  2. Ermitteln Sie kurzfristig Ihre tatsächlich zur Verfügung stehende Internetbandbreite.
  3. Messen Sie bei Bestandsanschlüssen die Latenz Ihres Internetanschlusses zu diversen Servern und zwar nicht nur mit einem einfachen Ping. Ihre Internetverbindung muss auch unter höherer Last stabile Latenzen bieten.
  4. Stellen Sie unbedingt schnellstmöglich alle Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen Ihres Festnetzanbieters zusammen.
  5. Nehmen Sie Ihren jetzigen Festnetzanbieter kritisch auf den Prüfstand und schauen weit über den Tellerrand. Die Karten werden bei All-IP neu gemischt.

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