Internet-Anschluss-Bandbreiten im Überblick

Verfasst am 13. Januar 2017 von Philipp Rabus

Mit Hilfe unserer Übersichtstabellen sehen Sie auf einen Blick, wie viele Megabytes pro Minute bei den gängigsten Anschlussarten übertragen und wie viel Datenvolumen bei ständiger Vollauslastung pro Monat maximal empfangen und versendet werden können. Sie werden verblüfft sein, dass die bloße Download-Bandbreite gar nicht so entscheidend ist.

Während das Datenvolumen im Festnetz durch echte Flatrates kaum noch eine Rolle spielt, ist das monatliche Datenvolumen im Mobilfunk umso wichtiger. Schließlich erfolgt meist eine Drosselung des Mobilfunkanschlusses nach Aufbrauchen des Inklusiv-Volumens bis Ende des Abrechnungszeitraums und behindert so die mobile Datennutzung, gerade wenn Sie produktiv sein müssen.

Bei Festnetzanschlüssen spielt für Geschäftskunden die Upload-Bandbreite eine wichtige Rolle, denn es werden in vielen Fällen mindestens genauso viele Daten ins Internet übertragen, wie empfangen (symmetrischer Datenverkehr).

Festnetzanschlüsse

Eine Internetseite mit ca. 2 MB Daten ist bei allen o.g. Festnetzanschlusstypen in ca. 2 Sekunden vollständig geladen. Hier ist also kein Unterschied für viele Nutzer bemerkbar.

Unterschiede bei der Bandbreite werden daher erst spürbar, wenn viele Nutzer gleichzeitig am Anschluss aktiv sind, große Dateien heruntergeladen werden oder Uploads ins Internet gemacht werden. So dauert die Datenübertragung einer 1 MB großen Datei ins Internet per ADSL 16.000 gut zehnmal länger, als mit einem SDSL-10-MBit/s-Anschluss.

Mobilfunk

Für die meisten mobilen Anwendungen sorgen Verbindungen ab dem 3G-Standard für gute Produktivität. Der Ausbau von 3G oder 4G ist deutschlandweit derzeit bei allen Providern fast flächendeckend gegeben. Natürlich gibt es immer regionale Unterschiede, so dass Sie eher bewerten sollen, wo Sie sich häufiger aufhalten und welcher Netzstandard beim jeweiligen Netzanbieter verfügbar ist.

Im Mobilfunk ist tarifseitig allerdings das Highspeed-Volumen stark begrenzt. Viele Tarife bieten im Schnitt zwischen 1 und 5 GB Inklusiv-Volumen pro Monat. Gleichzeitig wird mit immer höhere Geschwindigkeit durch LTE geworben. Eigentlich suspekt, dass viele Kunden ihre Entscheidung aufgrund der maximalen LTE-Geschwindigkeit treffen, denn das inkludierte Tarif-Datenvolumen ist meist so gering, dass die Vorteile der hohen Geschwindigkeit im Alltag praktisch gar nicht nutzbar sind: Das Datenvolumen wäre bei maximaler Geschwindigkeit innerhalb kürzester Zeit aufgebraucht.

Fazit

Lassen Sie sich weder im Festnetz noch im Mobilfunk von der reinen Internetbandbreite blenden, um eine qualifizierte Entscheidung treffen zu können. Ein normales Arbeiten ist unter den meisten Technologien möglich. Entscheidender sind weitere Kriterien, wie z.B. Upload-Geschwindigkeit im Festnetz oder Netzverfügbarkeit im Mobilfunk, aber auch qualifizierte Kriterien hinsichtlich der Technologie-Eigenschaften, auf die wir in diesem Artikel nicht eingegangen sind, da diese sehr anwendungsspezifisch sind und eine individuelle Analyse benötigen.

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Lesen Sie im Artikel in der nächsten Woche, wie schnell Ihr monatliches Datenvolumen aufgebraucht ist, wenn Sie die maximale Mobilfunkgeschwindigkeit tatsächlich konstant ausreizen würden.